Nimes 2010

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Montag 06.06.2010
Gegen 8:45 Uhr trafen wir uns alle an der Schule, denn um 9:00 Uhr sollte der Bus abfahren. Es gab tränenreiche und freudestrahlende Verabschiedungen, als der Bus dann um punkt 9:00 Uhr, beladen mit Reisegepäck und aufgeregten Schülern, losfuhr. Die Busfahrt war lang und ermüdend, doch waren alle putzmunter, als wir nach zehn Stunden Fahrt in Nîmes einliefen. Dort wurden wir schon von unseren Gast-Familien erwartet und freundlich in Empfang genommen.

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Dienstag 07.06.2010

Am Dienstagmorgen trafen wir uns dann um 8:15 vor dem Lycée Alphonse Daudet, der Schule unserer Austauschpartner. Dort wurden wir von der Schuldirektorin in einer französischen Ansprache willkommen geheißen und mit köstlichem, typisch französischem Gebäck und Getränken versorgt. Anschließend führte uns die für den Austausch verantwortliche Lehrerin durch das Gymnasium. Sie erklärte, dass das Bauwerk ein historisches Monument ist, und wies auf die schöne und alte Bauweise hin. Nachdem wir die wirklich beeindruckende Schule besichtigt hatten, ging es weiter mit einer Stadtführung durch Nîmes. Dort zeigte man uns den großen, überdachten Markt der Stadt, in welchem man sowohl Gemüse- und Fischstände als auch Bäcker, Konditoreien und Bekleidungsabteilungen fand. Danach ging es direkt weiter zu der großen, von den alten Römern errichteten Arena. Hier berichtete man uns über die dort stattfindenden Stierkämpfe und die Bauweise. Nun ging es weiter zu einem Tempel, dem „Maison Carée“, den der Kaiser Augustus für seine beiden Adoptivsöhne erbauen ließ, um diese im ganzen römischen Reich bekannt zu machen. Wie uns die französische Lehrerin berichtete, starben diese leider schon in frühem Alter und der Tempel wurde von da an für Gottesehrungen genutzt. Direkt gegenüber befand sich ein vollständig aus Glas errichtetes Haus, in welchem sich der Tempel spiegelt und dessen Errichtung den Tempel Augustus’ mit seiner Baugrube vor der Überflutung bewahrte. Die Bewohner Nîmes' sehen dieses Geschehen als Wunder. Den Rest des Tages verbrachten wir in einem großen Wellenbad in der Stadt.

 

Mittwoch 7.06.2010

Am Mittwoch, dem 9. Juni 2010 trafen wir uns um acht Uhr morgens vor dem Lycée Alphonse Daudet und liefen an den Busbahnhof, um anschließend an den Pont du Gard zu fahren. Der Pont du Gard („Brücke über den Gard“, heute als Gardon bezeichneten Fluss) ist  ein römisches Aquädukt, das vermutlich im 1. Jhd. nach Christus erbaut wurde. Die 49 m hohe und 249 m lange Brücke ist eine bekannte und viel besuchte Sehenswürdigkeit im Süden Frankreichs. Dieses riesige Gebilde zu sehen und sogar darauf zu stehen war ein tolles Gefühl. Die Landschaft war unbeschreiblich schön, umgeben von Wald, über einem Fluss, der das Aquädukt noch einmal spiegelt. Der obere Teil war aus Sicherheitsgründen leider gesperrt und uns somit unzugänglich, was sehr schade war. Trotzdem hatten wir viel Spaß. Einer der französischen Lehrer, Monsieur Fischer, erzählte uns auch viele interessante Dinge über den Pont du Gard, seine Geschichte und Entstehung. Unser neu erworbenes Wissen mussten wir auch sofort unter Beweis stellen und ein Quiz über das Gebilde ausfüllen. Da uns alles auf Französisch erklärt wurde, waren manche Fragen doch ziemlich schwer zu lösen, glücklicherweise stand uns aber einer der Angestellten mit Rat und Tat zur Seite. Als wir um etwa zwölf Uhr mittags wieder am Lycée ankamen, warteten unsere Austauschpartner bereits auf uns und jeder verbrachte einen individuellen Nachmittag mit seinem Partner.

Ich persönlich fand den Mittwoch einen der schönsten Tage der gesamten Woche, es war wirklich wunderbar, so viel Geschichtliches zu lernen, glücklicherweise hat auch das Wetter mitgespielt und es war strahlender Sonnenschein. Ich hoffe, der Pont du Gard bleibt auch den nächsten Nîmes-Austausch-Generationen nicht vorenthalten.

Donnerstag 10.06.2010

Am Donnerstag trafen sich die deutschen Austauschschüler um 9.00 Uhr vor dem Lycée um dann mit einem Bus zu dem  Bois des Espeisses zu gehen. Dort machten wir einen Spaziergang, bei dem  wir die typische Flora und  Bauweise  der Region von den Lehrern erklärt bekamen. Bei einem kleinen Picknick aßen wir einen typischen Orangenkuchen, den uns Frau Hoddé mitgebracht hatte. Um 11.00 Uhr nahmen wir den Bus zurück zum Lycée, wo wir um 12.00 Uhr in der Kantine aßen.

Danach durften die deutschen Austauschschüler bei dem jährlichen „Spectacle“ des Lycées zuschauen. Das „Spectacle“ wird schon seit mehreren Jahren zum Abschluss des Jahres von den Schülern der Tanz- und Musikklassen organisiert und durchgeführt. Dieses Jahr bestand das Spectacle aus mehreren Hip-Hop-Tanzgruppen, mehreren Solosängern, einer Harfespielerin und einer Ausdruckstanzgruppe. Das „Spectacle“ endete um 16.00 Uhr und die Austauschschüler durften ihrer eigenen Freizeitgestaltung nachgehen.

Freitag  11.06.2010

Heute trafen wir uns um 8:30 am Lycée, wie fast an jedem anderen Tag auch. Doch heute war ein besonderer Tag, denn wir fuhren ans Meer. Davor  machten wir mit dem Bus einen Halt in Aigues-mortes, einer Stadt, welche im Mitteralter eine Hafenstadt war, jedoch heute rund sechs Kilometer vom Mittelmeer entfernt liegt.

Dort angekommen bekamen wir von Monsieur Fischer eine Stadt-ralley, die wir gemeinsam mit unseren französischen Austauschpartnern beantworten sollten. Der Fragebogen ging über die Geschichte der Stadt.

Wir lernten zum Beispiel, dass früher der  Turm „Tour de Constance“ in den  Hugenottenkriegen als Gefängnis für Frauen diente. Die durch ihre lange Gefängnisstrafe bekannt gewordene Marie Durand war hier 38 Jahre lang eingekerkert, da sie ihrem protestantischen Glauben nicht abschwor. Hauptsehenswürdigkeiten sind die vollständig erhaltene Stadtmauer, die Altstadt und die Tour de Constance.

Als wir das Quiz beendet hatten, trafen wir uns alle in einem Park nahe der Altstadt, um zusammen zu picknicken. So gegen halb eins liefen wir langsam zum Bus, welcher am Bahnhof stand .Er brachte uns nach  „Grau du Roi“. Die Fahrt betrug nur noch wenige Minuten. Wir fuhren durch die Camarque und sahen Flamingos und Salzberge, was sehr beeindruckend war. Am Meer angekommen fing es an zu regnen, das hielt uns und unseren Lehrer jedoch nicht davon ab, in das Meer zu gehen. Am Meer verbrachten wir einige gemeinsame Stunden mit allen Austauschschülern und den Lehrern.

Doch der Regen führte dazu, dass wir schon 2 Stunden früher als geplant losfuhren und somit auch 2 Stunden früher als ausgemacht in Nîmes eintrafen. In Nîmes machten dann die Partner ihr eigenes Programm.