Nîmes 2006

 

Am 11. Juni 2006 gingen 20 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Marie-Curie-Gymnasiums nach Südfrankreich zum alljährlichen Austausch mit der Partnerschule Lycée Alphonse Dautet in Nîmes. Wir deutschen Schüler hatten den Vorteil, dass wir unsere französischen Austauschpartner schon von deren Besuch im März bei uns in Kirchzarten kannten. Damals waren die französischen Schüler vor allem von den großen Schneemassen beeindruckt, da es in Nîmes im Winter gewöhnlich zehn bis 15 Grad mild ist. Wir hofften schon im Voraus, dass uns das französische Wetter mit viel Sonnenschein und warmen Temperaturen verwöhnen würde. Unsere Erwartungen wurden glücklicherweise nicht enttäuscht. Nach achtstündiger Zugfahrt und einem Zwischenstop in Lyon kamen wir gegen 16 Uhr im warmen Nîmes an. An diesem Abend war genug Zeit, um die Familie kennen zu lernen oder mit dem Partner einen Spaziergang durch die Stadt zu machen.

Am Montag trafen wir uns, um gemeinsam mit den Austauschpartnern die Stadt zu erkunden. Da nachmittags kein Programm vorgesehen war, haben sich die meisten französische Schüler im Park de la Fontaine, dem Stadtgarten Nîmes’ verabredet, wo man bis abends gemeinsam redete und sich somit besser kennen lernte.

Am Dienstag folgte einer der Programmhöhepunkte für die deutschen Schüler. Zuerst fuhren wir nach Aigues- Mortes, um die alte Stadt in kleinen Gruppen und mithilfe einer Art Stadtrallye zu besichtigen. Danach ging es an den Strand von Boucanet. Leider konnten wir dort nur die geplanten drei Stunden verbringen, da unser Busfahrer auf keinen Fall das Fußballspiel zwischen Frankreich und der Schweiz verpassen wollte. Ein Großteil der französischen Schüler nahm dies als Anreiz und ging gemeinsam mit den Austauschpartnern in ein Café um das Spiel gemeinsam anzusehen. Nach dem Spiel lud uns ein französischer Schüler zu sich nach Hause ein, wo wir in seinem Pool badeten und uns in seinem Garten sonnten.

Am nächsten Morgen wurde die bekannte Arena von Nîmes besichtigt. Zuvor legte uns Herr Fischer, ein französischer Lehrer, die wichtigsten Eckpunkte der Geschichte der ehemaligen römischen Stadt nahe. Nach dem Besuch der Arena liefen wir zum Tour Magne, wo wir noch eine Pause machten. Danach wurden alle Schüler und Lehrer bei einer französischen Schülerin zum Café eingeladen. Abends trafen sich die meisten Schüler wieder in einem Café um die deutsche Nationalmannschaft anzufeuern.

Am Donnerstag folgte ein weiterer Programmhöhepunkt. Nach längerer Busfahrt kamen wir in Sanilhac an, wo wir eine kleine Wanderung durch eine sehr trockene aber auch sehr beeindruckende Landschaft machten (la garrigue). Entsprechend durstig kamen wir wieder in dem kleinen Dorf an, von wo aus wir mit dem Bus Richtung des Flusses Gardon fuhren. Dort begann eine sieben Kilometer lange Kajaktour die auch durch den Pont du Gard führte. Bis auf wenige Ausnahmen beherrschten alle das Kajakfahren sofort. So waren wir ziemlich schnell unterwegs und konnten vor dem Pont du Gard noch eine Pause machen, in der wir noch ein wenig im Fluss baden konnten. Abends bildeten sich einige kleine Gruppen, die entweder von den französischen Schülern organisierte Partys besuchten oder einen DVD-Abend machten.

Am Freitag, dem letzten Tag mit organisiertem Programm, gingen wir in einen Park, in dem alte Schäferhütten aus Steinen (les capitelles) wieder aufgebaut werden. Dort konnten wir noch eine Spezialität der Camargue (la fougasse ) probieren, bevor wir wieder mit dem Bus ins Stadtzentrum fuhren. Nachmittags, als das Programm beendet war, zeigten uns unsere Austauschpartner die großen Einkaufszentren, wo vor allem die deutschen Schülerinnen auf ihre Kosten kamen. Abends traf man sich dann wieder in einem Café um gemütlich zusammen zu sitzen. Der Samstag war als Familientag vorgesehen. Jedoch trafen sich die meisten Schüler, um gemeinsam ins Kino zu gehen, da an diesem Tag das Wetter umschlug und wir somit nicht an den Strand gehen konnten. Überraschenderweise haben fast alle deutschen Schüler den französischen Film verstanden. Nach dem Film waren wir wieder bei einer französischen Schülerin zum gemütlichen Beisammensein eingeladen.

Am nächsten Morgen hieß es dann wieder Treffen am Bahnhof zur Heimfahrt. Obwohl es an diesem Morgen wieder regnete, konnte uns das Wetter den Abschied nicht wirklich erleichtern. Nach einer Woche lernt man die Gastfamilie doch sehr zu schätzen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass unsere französischen Freunde uns mit sehr viel Gastfreundschaft empfangen und behandelt haben. Es war zwar festzustellen, dass es sehr große soziale Unterschiede zwischen den Familien gegeben hat, sich jedoch alle bemühten uns einen schönen Aufenthalt in Nîmes zu gewährleisten.

Abschließend möchten wir uns sehr herzlich bei unseren Begleitlehrerinnen Frau Reisewitz und Frau Petersen bedanken. Durch sie war es überhaupt erst möglich, diesen Austausch stattfinden zu lassen.

Von Anne , Katrin (10b) und Stefan (10a)