Berufs- und Studienorientierung am MCG Kirchzarten

Am MCG findet eine kontinuierliche Berufs- und Studienorientierung statt. Voraussetzung dafür ist ein Konzept, dessen Bestandteile sinnvoll aufeinander aufbauen und den jeweiligen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler entsprechen. BOGY soll vor allem dazu dienen

  • eigene Fähigkeiten, Interessen und Fertigkeiten kennenzulernen
  • die Anforderungen der Berufswelt zu erfahren und zu reflektieren

Dieser Prozess der beruflichen Orientierung wird durch Exkursionen, Praktika, Bewerbungstraining, Berufsberatung, Studienbotschafter etc. unterstützt.

Eine enge Zusammenarbeit mit den Schülern und Eltern und den außerschulischen Partnern (Testo, Sparkasse Neustadt, Arbeitsamt, Unternehmen, in denen Praktika gemacht werden) bildet hierfür den erforderlichen Rahmen. Ansprechpartnerinnen für die Berufs- und Studienorientierung am MCG sind Angelika Doetsch und Dr. Susanne Fohler.

Klasse 8

  • Im Rahmen von NWT wird für interessierte Schülerinnen und Schüler eine Exkursion zu dem Unternehmen Testo angeboten. Zu dem Unternehmen besteht eine Schulpartnerschaft.
  • In Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbüro der Gemeinde Kirchzarten bearbeiten alle 8. Klassen im Gk-Unterricht und im Rathaus die Themen Demokratie in der Gemeinde, Mitbestimmung und Mitwirkung im Gemeindewesen, Möglichkeiten der Einflussnahme und Soziales Engagement. Durch diese „Jugendpartizipation vor Ort“ der Gemeinde Kirchzarten und der Schule lernen die Schülerinnen und Schüler den Arbeitsbereich Kommunalverwaltung kennen und erfahren ganz konkret ihre demokratischen Mitbestimmungsmöglichkeiten.In jeder 8. Klasse finden in diesem Zusammenhang Vertreter-Wahlen (2 Personen pro Klasse) statt.
  • Die einmal im Jahr stattfindenden Aktionstage Girl's Day & Boy's Day werden von der Schule unterstützt. Der Girl's Day soll speziell Mädchen und Frauen dazu motivieren, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Der Boy's Day ist ein bundesweiter Aktionstag zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Jungen. Auf Antrag werden die Schülerinnen und Schüler an diesem Tag freigestellt, um einen Ausschnitt der Berufswelt kennenzulernen.
  • Das Fach WBS (Wirtschaft/ Berufs- und Studienorientierung) wird ab dem Schuljahr 2018/19 gemäß dem neuen Bildungsplan eingeführt. Neben ökonomischer Bildung soll dieses neue Fach die Schüler dabei unterstützen, den Übergang von der Schule zum Arbeits- und Berufsleben erfolgreich zu meistern. Die Schüler sollen in die Lage versetzt werden, die Angebote der Arbeitswelt zu analysieren und mit ihren eigenen Fähgigkeiten und Interessen zu vergleichen.

Klasse 9

  • Alle 9. Klassen besuchen zusammen einenaturwissenschaftliche Exkursion . Diese Exkursion führte in den letzten Jahren oft zu den Science Days im Europapark Rust oder zum Technorama nach Winterthur. Bei den Science Days wird naturwissenschaftliches Arbeiten lebensnah und konkret erlebt. Die Schüler lernen zudem Laborarbeit und bestimmte Aufgabengebiete naturwissenschaftlicher Berufe kennen.
  • Im Gemeinschaftskundeunterricht wird im Rahmen der Unterrichtseinheit Recht und Rechtsprechung eine Gerichtsverhandlung besucht. Die Schüler erleben an einem konkreten Fall lebensnah, wie Staatsanwalt, Richter und Verteidiger agieren und wie eine Gerichtsverhandlung abläuft.
  • Informationsabend zur Berufserkundungswoche in Klasse 10 für Eltern der Klasse 9: Eltern und Schüler werden über den Ablauf und die Bedeutung der Berufserkundungswoche informiert und erhalten einen schriftlichen Fahrplan.
  • Im Deutschunterricht werden Bewerbung und Bewerbungsschreiben geübt. Die Schülerinnen und Schüler formulieren ein Anschreiben und einen Lebenslauf.
  • Am Ende der Klasse 9 machen die Schüler ein Sozialpraktikum, das durch die Fächer Religion und Ethik angeleitet und betreut wird.
Klasse 10

  • Die Sparkasse Neustadt bietet für die Schüler der 10. Klasse ein Bewerbertraining an (Anschreiben, Telefonische Bewerbung, Bewerbergespräch). Dieses Bewerbertraining wird von den Bogy-Lehrerinnen der Schule organisiert und betreut. Dieses Training vermittelt den Schülerinnen und Schülern sehr realistisch und wesentlich authentischer als der Schulunterricht die Anforderungen der Arbeitswelt.
  • In der Woche vor den Osterferien findet die Berufserkundungswoche (das „klassische“ Bogy) statt. Dieses einwöchige Praktikum vor den Osterferien soll den Schülern eine konkrete Erfahrung mit der Berufswelt ermöglichen. Die Schüler überlegen möglichst frühzeitig, für welches Arbeitsgebiet und welches Unternehmen sie sich interessieren. Sie bewerben sich selbständig bei einem Unternehmen. Die dafür notwendigen Fertigkeiten (Anschreiben und Lebenslauf) werden im Deutschunterricht der 9. Klasse geübt. Der Nachweis über eine Praktikumszusage muss der Schule 6 Wochen vor Beginn des Praktikums vorliegen.

    In der Berufserkundungswoche sollen die Schüler neben der praktischen Mitarbeit in einem Unternehmen die unterschiedlichen Facetten des Berufes, der sie interessiert, kennenlernen. Dazu gehören auch notwendige Qualifikationen für diesen Beruf, Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten und die Organisation der Betriebe. Bereits während der Berufserkundungswoche sollten die Schüler ihre Erfahrungen dokumentieren. Diese werden anschließend in einem Praktikumsbericht reflektiert, der im Fach Gemeinschaftskunde bewertet wird.

    Anforderungsprofil des BOGY-Praktikumsbericht

    Die intensive Betreuung der Schüler und Schülerinnen während der Planungsphase und der Durchführung des Praktikums ist ein zentrales Anliegen der Schule. Während des Praktikums werden möglichst viele Schüler bei ihrem Praktikum besucht. Zu allen Firmen und Ausbildungsstellen suchen die Lehrer der 10. Klassen zumindest telefonischen Kontakt.

Kursstufe

  • Zu Beginn der Kursstufe 1 gibt eine Bogy-Auftaktveranstaltung wesentliche Informationen zu Veranstaltungen, Materialien und Angeboten im Rahmen des Orientierungsprozesses zur Berufsfindung. Die Schüler erhalten den Auftrag den Orientierungstest bis Mitte November vollständig durchzuführen.
  • Seit 2011 ist die Teilnahme an einem Orientierungsverfahren für alle Bewerberinnen und Bewerber um einen Studienplatz an einer Hochschule in Baden-Württemberg verbindlich vorgeschrieben. Diesen Orientierungstest, der aus einem Interessens- und einem Fähigkeitstest besteht, führen alle Schülerinnen und Schüler der Kursstufe durch. Die Teilnehmenden können auf diese Weise die für sie individuell geeigneten Studiengänge und Berufe systematisch ermitteln. Die Teilnahme an diesem Test kann zertifiziert werden, es werden aber keine Testergebnisse angezeigt. Der Nachweis darüber, diesen Orientierungstest gemacht zu haben, ist die Voraussetzung für die Zulassung zu einem Studium. Vorbereitet wird die Durchführung des Tests in der Bogy- Auftaktveranstaltung, reflektiert werden die Testergebnisse in einer Veranstaltung zur Vorbereitung des Studieninformationstages.
  • Der Studieninformationstag bietet Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit eine Hochschule kennenzulernen. Immer am Buß- und Bettag Mitte November öffnet die Mehrzahl der Hochschulen im Land ihre Türen für interessierte Schülerinnen und Schüler, um ihre Studiengänge und Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen. Für diesen Tag werden die Schülerinnen und Schüler vom Unterricht freigestellt. Die Schülerinnen und Schüler sollten gezielt Studienfächer, Hochschularten und Hochschulorte besuchen, die den Testergebnissen ihres Orientierungstests entsprechen.
  • Studien- und Ausbildungsbotschafter informieren die Schüler über Fragen rund um das Studium: Bewerbung und Zulassung, Ablauf eines Studiums, Unterschiede zwischen den Hochschularten, Finanzierungsmöglichkeiten und Berufsaussichten. Durch die Ausbildungs- und Studienbotschafter erhalten die Schülerinnen und Schüler Impulse für den eigenen Entscheidungsprozess durch authentische Zeugen. Dabei sollen neben allgemeinen Grundinformationen zu Studium, Ausbildung und Beruf vor allem auch persönliche Entscheidungswege der Botschafterinnen und Botschafter vorgestellt und durchaus auch Schwierigkeiten im Prozess der Studien- und Berufsorientierung und bei der Wahl des passenden Studienfaches bzw. Ausbildungsberufes skizziert werden.
  • Eine individuelle Beratung für die Schülerinnen und Schüler zu ihrer persönlichen Berufs- und Studienwahl findet durch die Agentur für Arbeit statt. Hierzu werden im Vorfeld einzelne Termine vereinbart und die Beratung dazu findet an der Schule statt. Für diesen Beratungstermin werden die Schüler vom Unterricht freigestellt.

  • Coaching 4 Future: Die MINT-Berufe werden vorgestellt.
  • Die Auseinandersetzung mit der eigenen Person ist ein zentrales Element der Berufsorientierung. Nur wer die eigenen Fähigkeiten und Interessen kennt, ist in der Lage einzuschätzen, ob ein Beruf auch zur eigenen Person passt. Die Arbeit am persönlichen Berufsportfolio soll die innere Orientierung der Schüler stärken. Die Berufs- und Studienorientierung in der Kursstufe baut auf den schon in der Sekundarstufe I erworbenen Informationen und Erkenntnissen auf (Bewerbertraining, Berufspraktikum in der 10. Klasse, Betriebsbesichtigungen, Besuch im BIZ etc.) Diese werden in einem eigenen Berufsportfolio dokumentiert, das dann in der Kursstufe weitergeführt wird. So ist es möglich, den gesamten Prozess der Berufs- und Studienorientierung zu dokumentieren und damit auch zu reflektieren. Die Schülerinnen und Schüler lassen sich den Besuch von Pflichtveranstaltungen, Praktika, durchgeführte Tests etc. von der Schule bescheinigen und erhalten am Ende ihrer Schulzeit eine entsprechende Zertifizierung.
  • Im Rahmen der Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten, Interessen, Werten und Zielen wird in einer gelenkten Recherche der Orientierungsprozess weitergeführt. Die Schülerinnen lernen die verschiedenen Informationsquellen und -medien zur Berufs- und Studienorientierung kennen und können Recherchetechniken gezielt einsetzen. Sie werden in die Lage versetzt, das vielfältige Medienangebot im Zusammenhang mit Studium und Beruf zu erschließen, zu nutzen und kritisch zu bewerten. Das Informationsbrett BOGY informiert über aktuelle Veranstaltungen, Praktika, Studien- und Ausbildungsangebote.