Der kleine Horrorladen

Zum Artikel der Badischen Zeitung vom 13. Juli: "Mitreißende Show mit Monsterpflanze"

Nach einem Schuljahr Probenzeit, einigen personellen Umbrüchen, Wechseln und vielen Hochs und Tiefs präsentierten 120 Schülerinnen und Schüler unserer Schule vom 12. bis zum 16. Juli das Musical „Little Shop of Horrors“ auf der großen Bühne des Kurhauses in Kirchzarten. Alle vier Aufführungen waren ausverkauft. Die Begeisterung des Publikums ließ sich an dessen Standing Ovations ablesen. Vier Abende lang wurde die Bühne gerockt, Konfetti flog durch die Luft und der Saal des Kurhauses in eine andere Welt verwandelt.

Besonders an diesem Projekt war das Zusammenspiel so vieler unterschiedlicher künstlerischer Ebenen, die gemeinsam auf der Bühne in ein fantastisches Gesamtbild mündeten. Dabei tat sich jede Gruppe in eigener Perfektion hervor. Big-Band, Chor, Tänzer, Solisten, Techniker, Bühnenbildner und Stage Hands– alle gaben ihr Bestes und das Ergebnis ließ sich nicht nur hören und sehen, sondern verzauberte die Zuschauer auf ganz besondere Art und Weise.

Ein solches Projekt und seine gelungene Ausführung wären nicht möglich gewesen ohne das Engagement, den Willen, den Mut und die Begeisterung jeder einzelnen mitwirkenden Schülerin und jedes mitwirkenden Schülers. Es wäre jedoch auch nicht möglich gewesen ohne das Engagement der betreuenden Lehrerinnen und Lehrer.

Was vom 12. bis zum 16. Juli auf der Bühne im Kurhaus zu hören und sehen war, zeugte von diesem Engagement und führte eine Liebe zum Detail vor Augen, die den Zuschauer zum Lachen brachte, ihn aber auch zu Tränen anrühren konnte. Egal wie lang oder kurz der Solopart, wie groß oder klein die Rolle, oberstes Ziel des Projekts war es, jeder Schülerin und jedem Schüler seine Wichtigkeit und auch seine Verantwortung bewusst zu machen und genau das führte zum Enthusiasmus und der Hingabe jedes Einzelnen, die dem Stück den richtigen Lauf gaben.

Dabei war es zunächst gar nicht einfach ein gemeinsames Gruppengefühl zu entwickeln. Aber obwohl ein bunter Mix aller Klassenstufen im Projekt vertreten war und die einzelnen Gruppen immer getrennt probten, gelang es besonders in der Intensivprobenzeit diese Grenzen aufzubrechen. Aus dem Gemeinschaftsgefühl und der gegenseitigen Wertschätzung entwickelte sich nach und nach ein künstlerischer Raum, der besonders vom möglich machen des scheinbar unmöglichen geprägt war.

Am Montag nach den Aufführungen fand die große Aufräumaktion statt. 10 kg Konfetti zierten nun den Boden des Kurhauses. Alle, die Teil des „Little Shop of Horrors“ Musicals waren, werden diese ganz besonderen Erlebnisse und Erfahrungen für lange Zeit in Erinnerung behalten.

Lena Schuler