Literatur und Theater

Mathematik

Im Schuljahr 2016/2017 wird zum ersten Mal am MCG das Wahlfach Literatur und Theater angeboten. Es soll den künstlerisch-musischen Bereich ergänzen.

m Zentrum des Kurses steht die theaterpraktische Arbeit, deren Ziel es ist, neben schauspielerischen Improvisationen und dem Erwerb schauspieltechnischer Methoden schließlich eine gemeinsame Aufführung zu gestalten.
Das Besondere an diesem Kurs ist, dass ihr viel erfahren werdet über Literatur und Theater als Kunstform, aber auch über eure persönlichen Fähigkeiten, eure Präsenz, eure Körpersprache und eure Stimme.
Die Bereiche Theatertheorie und Theatergeschichte werden mit praktischen Schauspiel- übungen verbunden. Durch das Verknüpfen von Lesen und Inszenieren eröffnen sich Möglichkeiten, Dramentexte tiefer zu durchdringen. Für die Dramaturgie verwenden wir neben literarischen Vorlagen auch selbst geschriebenes Textmaterial. Der Schwerpunkt des Kurses liegt auf dem Spiel, das zur Auseinandersetzung mit eige- nen und fremden Haltungen auffordert. Wer eine Rolle auf der Bühne übernimmt, befasst sich mit deren Identität und mit der eigenen.

Geübt werden grundlegende Atem- und Sprechtechniken, der Einsatz von Requisiten, Kostüm oder Maske, die das Spiel entsprechend beeinflussen.
Offene Aufgabenstellungen und Arbeitsweisen sollen anregen, verschiedene Ausdrucks- möglichkeiten zu erproben. Um das zu erreichen, üben wir uns darin, Spielimpulse von anderen Teilnehmern ebenso wahrzunehmen, wie die Wirkung der eigenen Handlungen auf die Mitspieler. Dies erfordert Offenheit und Sensibilität. Diese von Improvisationen und Reflexion gestützte Arbeit führt zu einer zunehmenden Vertrautheit theaterspezifischer Verfahren und performativer Strategien, die auch den Lebensbereich außerhalb der Schule bereichern können.

Für den Kurs gelten alle Regelungen in Bezug auf Anwesenheits- und Entschuldigungs- pflicht. Gerade in einem Theaterensemble ist regelmäßige Teilnahme entscheidend. Der Kurs ist zweijährig angelegt und bietet die Möglichkeit einer Präsentationsprüfung im Abitur. Die Prüfung gestaltet sich dann als szenische Präsentation mit anschließendem Gespräch. Wer den Kurs schon nach einem Jahr verlassen möchte, bekommt ihn „nur“ als Literaturkurs angerechnet. Die Leistungsbewertung setzt sich zu einem Drittel aus eurer engagierten darstellerischen Arbeit, zu einem weiteren Drittel aus der Klausur und im ersten Jahr aus dem „persönlichen Literatur und Theatertagebuch“ zusammen. Diese Tagebücher sollen die einzelnen Stunden reflektieren und können sehr persönlich gestal- tet sein.

Eine Führung durch das Freiburger Theater, der Besuch einer Aufführung und die kriti- sche Analyse von verschiedenen Inszenierungen sind Teil des Konzepts. Vorwissen oder Theatererfahrung sind für den Kurs nicht nötig. Jeder, der bereit ist, sich spielerisch und ernsthaft mit Inszenierung und Schauspiel aus- einanderzusetzen, ist eingeladen, an dem Kurs teilzunehmen.