Religion

Religion

„Warum gibt es eigentlich Religionsunterricht im Fächerkanon der Schule“, könnte eine Schülerin oder ein Schüler fragen? In der Antwort darauf könnten folgende drei Aspekte eine Rolle spielen:

Es geht erstens darum, religiös sprachfähig zu werden, um zunächst mit Mitschülern später mit Arbeitskollegen und Menschen anderer Religionen über Glaubensinhalte und Auffassungen zu diskutieren. Dabei sind die eigenen Werte als Ankerpunkte von besonderer Bedeutung.

Es geht aber genauso darum, den ANDEREN als Mit-Menschen wahrzunehmen und als solchen zu akzeptieren. Wie oft sprechen wir von „Mitmenschen“ und meinen eigentlich nur den anderen, der mich nichts angeht. In den eigenen Anschauungen eine Brücke zu schlagen, aus dem „fernen Mitmenschen“ einen „Nächsten“ zu machen, von dem das Neue Testament spricht, das ist Anliegen des Religionsunterrichts.

Drittens geht es um das eigene „ICH“. Es geht darum eigene Schwächen zu akzeptieren und nicht daran zu zerbrechen. Es geht darum, mit den eigenen Stärken so umzugehen, dass sie andere akzeptieren können und gut finden. Und es geht darum, sich selbst in der unendlichen Größe unserer Welt zu finden und geborgen zu fühlen.
Mehr aber auch nicht weniger will der Religionsunterricht den Schülerinnen und Schülern anbieten.