Hammer und Nagel ersetzen Pausenklingel

Reformationsjubiläum am Marie-Curie-Gymnasium in Kirchzarten

Wenn sich am 31. Oktober der Beginn der Reformation zum 500. Mal jährt erinnert dieses Jahr ein Feiertag an den Thesenanschlag Martin Luthers. Die Fachschaft Religion des Marie-Curie-Gymnasiums in Kirchzarten hat dieses Ereignis als Impuls aufgenommen, um mit einer zweiwöchigen Aktion, an der die gesamte Schülerschaft im Rahmen des Ethik- und Religionsunterrichts teilnimmt, an dessen Auswirkungen weit über den Bereich des Religiösen hinaus zu denken. (https://www.luther2017.de/de/reformation/und-gesellschaft/bildung/christoph-matschie-die-reformation-war-eine-bildungs-bewegung/)

Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich auf ihren persönlichen Thesenanschlag durch einen Besuch im Reformations-Atelier – dem Computerraum des Gymnasiums vor: Eine Positionsabfrage und ein Video-Impuls stellen den thematischen Einstieg zur Reformation her.  Die Schülerinnen und Schüler arbeiten dann an unterschiedlichen Stationen aus dem reichhaltigen digitalen Angebot zum Reformationsjubiläum. Je nach Klassenstufen liegen die Schwerpunkte dabei mehr auf Martin Luther, der Reformation oder auch deren Auswirkungen und deren Bedeutung für unsere Generation. So werden beispielsweise Reformationsbotschafter zu ihrem persönlichen Bezug und Bedeutung gefragt und Schüler über den Protestant-O-Mat mit Übereinstimmungen in ihren Ansichten mit historischen Personen des Protestantismus konfrontiert. Bspw.:„Wenn ich in meinen Ansichten mit Dietrich Bonhoeffer übereinstimme - wer war denn diese Person, wofür ist diese eingestanden?“

Diese Beschäftigung bereitet auf das offensichtliche Finale vor: Den Thesenanschlag an der Reformationstüre des MCG, die mit Hilfe von Hausmeister Timo Hauser im Erdgeschoss entstanden ist. Hieran schlagen die Schülerinnen und Schüler in diesen zwei Wochen ihre persönlichen Stellungnahmen und eigenen Assoziationen zu Emanzipation, Glaube, Bildung an.

Das ist mir wichtig…., Dafür stehe ich… Reformation bedeutet für mich….

So löst zwei Wochen um den Reformationstag herum ein durchdringendes Hämmern die traditionelle Pausen-Klingel zum Stundenwechsel ab.