Geschichte vierstündig am Tag der deutschen Einheit in Berlin

Der vierstündige Geschichtskurs der Jahrgangsstufe 12 war vom 2. bis zum 5. Oktober 2019 in der Hauptstadt unterwegs: Besuche in Gedenkstätten zur Geschichte des Nationalsozialismus und zur Geschichte der DDR gehörten ebenso dazu wie ein Rollenspiel im Bundesrat und ein Besuch in der Landesvertretung Baden-Württemberg, die einen großzügigen Fahrtkostenzuschuss vermittelt hatte.

Die Fahrt brachte viele Eindrücke mit sich: ein sehr beeindruckender Zeitzeuge im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen und seine Lebensweisheiten: „Aus Schmetterlingstatoos werden alte Falter - wahre Schönheit kommt von Schlauheit“, Fluchtdetails vom Mauerdenkmal in der Bernauer Straße, die eindrucksvolle Führung durch das ehemalige KZ Sachsenhausen („Ich fand es unvorstellbar, dass um das Lager herum auch heute noch Menschen in den von Juden errichteten Häusern leben“), das Stadtmodell aus der Zeit des NS, das den Umbau Berlins zur größenwahnsinnigen Welthauptstadt Germania zeigte - all das bleibt uns ebenso in Erinnerung wie S-und U-Bahnfahrten, eine verstörende Theateraufführung in der Berliner Schaubühne, Spiele und Gespräche in Cafès am Prenzlauer Berg und andere Freizeitaktivitäten ... Der 3. Oktober selbst begann mit einem Spaziergang über die Spree mit Blick zum Fernsehturm am Alexanderplatz, Symbol der „Hauptstadt der DDR“. Am Nachmittag konnten wir dort das Zusammenströmen einer rechtsgerichteten Demonstration gegen die deutsche Einheit beobachten. Abends saßen wir gemeinsam mit vielen anderen am Spreeufer und verfolgten eine riesige Licht- und Tonprojektion gegenüber vom deutschen Bundestag zur Geschichte unseres Parlaments: „Die Lichtershow zum Tag der Deutschen Einheit war für uns besonders, weil sie gezeigt hat, dass wir für unser heutiges Deutschland stolz und dankbar sein können.“

Christine Flashaar und der G4-Kurs Geschichte